Epidemiologie

Das maligne Melanom zählt zu den bösartigsten Tumoren des Menschen. Die Letalität steigt rascher als die irgendeiner anderen Karzinomart - das Bronchialkarzinom ausgenommen.

Die Melanome der Haut haben in den vergangenen 40 Jahren um das Zehnfache zugenommen. Bezüglich der Inzidenz ist seit Beginn der 70er Jahre eine deutliche Zunahme der registrierten Fälle festzuhalten, d.h. ein Anstieg von etwa 3 Fällen pro 100000 Einwohner und Jahr auf 7-8 Fälle zu Beginn der 90 Jahre. In einigen Bundesländern, wie z.B. Berlin oder Hessen variieren die Inzidenzraten sogar zwischen 10 und 12 Fällen. In der Bundesrepublik werden momentan ca. 6900 neue Fälle pro Jahr registriert. Die Häufigkeitszunahme beträgt derzeit 4% pro Jahr und ist doppelt so groß wie beim Bronchialkarzinom.

Weitaus bedenklicher sind die Neuerkrankungszahlen jedoch in Australien mit bis zu 56 Fällen pro 100000 Einwohner und Jahr. Das Melanom wird demnach als ein Tumor mit der am schnellsten zunehmenden Inzidenzrate betrachtet. Davon abgesehen versterben am malignen Melanom der Haut bei weitem mehr Menschen als an allen Hauttumoren zusammen. Fallzahlen für die alten Bundesländer zeigen einen Anstieg von ca. 900 pro Jahr zu Beginn der 70er Jahre auf mehr als 1600 Fälle zu Beginn der 90er Jahre. Im Laufe der Zeit fand bis in die 90er Jahre eine weitgehende Angleichung der Häufigkeit von Melanomfällen beider Geschlechter statt.

Der größte Anteil der Diagnosen wird zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr gestellt. Die anatomische Verteilung variiert je nach Geschlecht. Bei Männern finden sich die meisten Tumore am Stamm, bei Frauen dagegen an der unteren Extremität