Therapiemöglichkeiten
Trotz großer Fortschritte der Melanomforschung der letzten Jahre, sterben noch immer ca. 20% der Patienten, die an einem Melanom erkrankt sind. So sind vor allem hinsichtlich der Therapie noch viele Fragen ungelöst. Wenig zufriedenstellend ist insbesondere die Behandlung der metastasierenden Melanome. Dies ist neben der Sicherung der ätiologischen Faktoren die entscheidende Herausforderung in der Melanomforschung. Trotzdem gibt es eine Fülle von Therapiemöglichkeiten, die stadienabhängig angewandt werden.
Chirurgisches Vorgehen bei gesicherter Melanomdiagnose
Für die Entfernung eines Primärtumors bei einem eindeutigen
klinischen Befund bewährt sich in der heutigen Zeit eine prognoseorientierte
Exzisionstrategie. Als prognostisch vorrangiger Parameter für die wird
hierbei die vertikale Tumordicke nach Breslow angesehen. Jedoch sollten die
auch die anderen prognostisch bedeutsamen mitberücksichtig werden. Der
Eingriff kann in Lokalanästhesie oder in Vollnarkose erfolgen. Hinsichtlich
den weltweit empfohlenen Resektionsabständen ist man sich heute einig,
die historische 5-cm-Marke von William Sampson Handley zugunsten kleinerer
Exzisionsabständen zu verlassen. Die empfohlenen Abstände bewegen
sich einheitlich zwischen 1 cm für dünne Melanome und maximal 3
cm für dickere Melanome mit hohem Metastasierungsrisiko. Nachfolgende
Tabelle zeigt im Einzelnen die empfohlenen Resektionsabstände, wobei
bei zusätzlichen Risikofaktoren (z.B. Ulzeration) der nächsthöhere
Abstand gewählt wird.
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Tumordicke
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Resektionsabstand
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MM in situ, pTis, Clark-Level-1 |
1 cm
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Breslow 1 mm
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1 - 2 cm
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Breslow 1 - 4mm
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2 - 3 cm
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Breslow > 4 mm
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3 cm
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(Garbe, Claus; Dummer, Reinhard; Kaufmann, Roland; Tilgen, Wolfgang (Hrsg.); Dermatologische Onkologie; Berlin, 1997; Springer-Verlag; Seite S.388). |
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Es ist bestätigt worden, dass ein Resektionsabstand von 2 cm für mitteldicke Melanome (1-4 mm) für den weiteren Verlauf ohne Nachteil im Vergleich zu einem größeren Abstand von 4 cm ist.
In der Originalausführung werden zudem berücksichtigt:
- Chirurgisches Vorgehen bei Melanomverdacht,
- Radiotherapie,
- Prophylaktische Lymphadenektomie,
- Adjuvante Immuntherapie,
- Adjuvante Chemotherapie,
- Neoadjuvante Therapie,
- Isolierte Extremitätenperfusion,
- Extremitätenperfusion mit Tumornekrosefaktor,
- Palliative Therapie,
- Operative Therapie,
- Konventionelle Strahlentherapie,
- Radiochirurgie,
- Photodynamische Therapie,
- Chemotherapie,
- Immuntherapie,
- Multimodale Therapie mit Zytokinen und Zytostatika,
- Schmerztherapie,
- Somatische Gentherapie und
- Kriterien der Erfolgsbeurteilung