Ursache und Entstehung
Zwar ist die Ursache und Entstehung eines malignen Melanoms noch nicht ganz wissenschaftlich geklärt, jedoch gibt es verschiedene molekulargenetische Entstehungsprinzipien. In den letzten Jahren wurden einige Gene (P16INK4, TP53, Bcl-2, NF1, NM23, ras-Onkogenfamilie etc.) oder Chromosomenabschnitte identifiziert, die wichtige Funktion in der Regulation des Zellzyklus innehaben und somit bei einer Fehlfunktion malignes Zellwachstum verursachen.
Besonders aber der Einfluss des UV-Lichts trägt ohne Zweifel zur Transformation der Melanozyten zu wuchernden Krebszellen bei. Die Sonnenstrahlen dringen dabei bis in die Stratum basale und schädigen die Erbsubstanz der Pigmentzellen. Zellen mit derartigen DNA-Photoprodukten (z.B. Pyrimidindimere) können entweder absterben, vom körpereigenen Repairmechanismus repariert werden oder schlimmstenfalls zu Krebszellen mutieren. Diese UV-induzierten Mutationen können nun in der Folge zur Tumorprogression beitragen. Dieser Fall ist auf eine erhöhte Sonnenexposition zurückzuführen, worauf die Pigmentzelle gewissermaßen überlastet ist, da sich die DNA-Photoprodukte addieren und es der Repairmechanismus nicht schafft, gegen diese Schäden anzukommen.
Darüber hinaus gibt es auch eine Reihe von immunologischen Mechanismen in der UV-induzierten Melanompathogenese, wobei hier die T-Zellen und Makrophagen eine wichtige Rolle spielen.
Auch Naevuszellnaevi stellen ein Risikofaktor dar, auf deren
Basis sich potentiell ein malignes Melanom entwickeln kann bzw. fakultativ
in ein solches übergehen. Personen mit einer hohen Nävus Zahl (>40)
unterliegen einem erhöhten Melanomrisiko. Erwähnenswert sind kongenitale
Nävi, clarkschen oder dysplastischen Nävi und Lentigo maligna.